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Abturnen 2012: Bericht Schwäbische Zeitung

170 Turner zeigen Haltung

Etwa 300 Zuschauer überzeugen sich beim Abturnen vom Können des TVM-Nachwuchses

Von Anna-Lena Kast



Merklingen „Dies ist der krönende Abschluss unseres Turnjahres“, so beschreibt Manfred Geiselmann, Vorsitzender des Merklinger Turnvereins, das traditionelle „Abturnen“. Heuer fand es am ersten Adventssonntag in der Turnhalle in Merklingen statt.

Die Halle war an diesem Nachmittag gut gefüllt. An die 300 Gäste – darunter Eltern, Freunde, Geschwister und Großeltern der kleinen Nachwuchsturner – folgten den Darbietungen auf der Bühne und ehrten die etwa 170 Akteure mit reichlich Applaus. „Das Turnjahr war für unsere Turnabteilung ein äußerst erfolgreiches Jahr“, fasst Turn-Abteilungsleiter Guido Schweizer zusammen: Die TVM-Turner hätten zahlreiche Wettkämpfe und Auftritte mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen.

Marienkäfer springen ins Matten-Meer

Von den kleinsten Turnern bis hin zu den Leistungsturnern war auf der Bühne alles vertreten: Die „Marienkäfer“-Turngruppe mit Nachwuchs-Turnern im Alter von drei bis fünf Jahren begeisterten das Publikum als „Lederhosenbande“. In Miniatur-Lederhosen kletterten sie über eine Bank und sprangen in ein Meer aus großen blauen Weichbodenmatten.

Bild Schwäbische Zeitung

Auch die Mädchen der ersten bis dritten Klassen und die Jungen der ersten Klassen überzeugten mit ihrem Programmpunkt „Clownereien“: Mit bunten Kostümen sprangen die etwa 20 Kinder mit Saltos von großen Kästen hinunter. Auch versuchten sie sich an Hula-Hoop-Reifen – und der Versuch ist geglückt. „Beim Hula-Hoop-Tanzen waren doch recht gute Hüftschwünge zu sehen“, lobte Guido Schweizer, der an diesem Nachtmittag in die Rolle des Moderators schlüpfte.

Eine akrobatische, hervorragend ausgeführte Choreographie boten die Jugendturnerinnen des TV Merklingen. Auch bewiesen sie ihr Können am Schwebebalken: Für ihre Handstände, Räder und kunstvollen Auf- und Abgänge ernteten sie lautstarken Applaus.

TVM-Turner suchen Übungsleiter

Doch bei all der Begeisterung für die Nachwuchsturner trug Guido Schweizer auch ein Anliegen vor: Ohne die zahlreichen Stunden an Arbeitsleistung der Übungsleiter wäre das Turnen für die Kinder – egal welchen Alters – nicht möglich. Doch der Turnabteilung gehen die Übungsleiter aus. „Es werden immer weniger Helfer“, merkte er an. Die Konsequenz daraus wäre, dass einige Kurse für die Kinder nicht stattfinden könnten. „Wir bekommen das alles sonst nicht gestemmt“, mit diesen Worten richtete er sich an das Publikum, in der Hoffnung, neue Übungsleiter motivieren zu können.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 04.12.2012  

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